EGOTRONIC

Manche Sachen passen offensichtlich gut zusammen. Das Ackerfestival und Audiolith zum Beispiel. Andere Sachen passen auf den ersten Blick nicht so gut zusammen. Politik und Feierei zum Beispiel. Hier kommen Egotronic ins Spiel. Die Band um Mastermind Torsun beweist seit gefühlt 35 Jahren, dass es auch Tanzmusik fernab stumpfer Parolen gibt. Parolen gibt es dennoch jede Menge: zum vor der Bühne tanzen, ausrasten, mitschreien und zum mit nach Hause nehmen, drüber nachdenken und auf die Straßen tragen.




FEINE SAHNE FISCHFILET

Man braucht keine fette Promotion-Agentur im Rücken, wenn man die richtigen Feinde an der richtigen Stelle sitzen hat. Der Verfassungsschutzbericht 2011 des Landes Mecklenburg-Vorpommern widmete Feine Sahne Fischfilet ganze zwei Seiten und katapultierte sie somit erst vom Jugendzentrum in sämtliche Feuilletons und danach direkt in unsere Herzen. Die sechs Jungs sind bei weitem nicht die „gefährlichste Band Vorpommerns“, auch wenn das natürlich ein wunderbares T-Shirt-Motiv ist. Vielmehr ist die Band eine unglaublich lebensbejahende Punkkapelle, die ihr antifaschistisches Engagement mehr als authentisch auf Platte und Bühne transportiert.




HIS STATUE FALLS

Sie waren eine der ersten deutschen Bands, die Techno, Screamo, Pop und Breakdowns miteinander vermischten und eine ganze Szene durcheinandergewirbelt haben. Mittlerweile sind His Statue Falls erwachsener und auch nachdenklicher, aber beileibe nicht ruhiger geworden. Mit dem neuen Album, das 2012 erschien, wurde aus hart noch härter und die poppigen Elemente noch poppiger. Klingt wie ein Widerspruch in sich? Ist es auch, aber ein verdammt guter. Die Jungs aus Saarbrücken erschaffen eine Soundwelt, die sowohl Fans der Musik überrascht als auch szenefremde Musikfans in eine vollkommen neue Welt hineinzieht.




HILLS HAVE EYES

Für Freunde von Musik der etwas härteren Gangart haben wir eine besonders schöne Nachricht: Hills Have Eyes spielen dieses Jahr auf unserem Festival! Das ist nicht nur großartig, weil die fünf Jungs dufte Typen und eine klasse Band sind, sondern auch, weil wir damit den einzigen Deutschland-Gig der Portugiesen in diesem Jahr präsentieren dürfen. Wir sind stolz wie Bolle und gehen davon aus, dass die Metalcore-Band sowohl ordentlich Power als auch ordentlich Sonne mit im Gepäck haben wird.




AHZUMJOT

Sein Debütalbum „Monty“ ist vor zwei Jahren in völliger Eigenregie entstanden und wurde damals noch mit viel Liebe in den eigenen vier Wänden verpackt und an die Käufer verschickt. Mittlerweile hat Ahzumjot sein Album im Vorprogramm von Casper, bei einer gemeinsamen Tour mit Rockstah und Cro, auf den Festivalbühnen Deutschlands, sowie Ende letzten Jahres bei seiner ersten eigenen Tour zum Besten gegeben. Wer ihn schon mal live gesehen hat, weiß: Two turntables and a mic geht anders. Hier wird jeder Song bis zum letzten Moment zelebriert. Inzwischen arbeitet er an seinem Nachfolge-Album, das dank einem ordentlichen Hype wahrscheinlich nicht mehr per Hand verpackt und verschickt werden muss, in dem aber bestimmt genauso wie damals, eins steckt: sehr viel Liebe.




FINDUS

2011 haben Findus bereits auf unserem Festival gespielt und sowohl vor als auch hinter der Bühne vollends überzeugt. Mittlerweile sind zwei Jahre ins Land gegangen und Findus hinterher. Als Support für Bands wie Kettcar und Turbostaat und auf gemeinsamen Touren mit Love A, Frau Potz oder Herrenmagazin haben die fünf Nordlichter jeden Winkel der Republik abgeklappert. Mit Erfolg: Dieses Jahr werden Findus auch endlich die großen Festivalbühnen für sich erobern. Doch auch die nicht ganz so großen Bühnen, unter anderem unsere, stehen wieder auf dem Terminplan. Es ist uns eine Ehre.




RAZZ

Kennt ihr unser Formular, dass Eltern unterschreiben müssen, wenn man mit unter 18 auf unser Festival möchte? Wenn wir ganz gemein wären, müssten wir die Eltern von RAZZ um eine Unterschrift bitten, denn die Jungs sind allesamt grade mal um die sechzehn Jahre alt. Dennoch, oder besser: Genau deswegen sind die vier Jungs aus dem Emsland das momentan heißeste Eisen im Indie-Feuer. Wenn RAZZ loslegen, spielt das Alter keine Rolle mehr. Erst fliegt einem Musik allererster Güteklasse um die Ohren und dann begreift man: Man wird hier grade Zeuge von etwas ganz Besonderem.




KMPFSPRT

Wir versprechen: Von den Jungs wird man noch einiges hören. Erstmals machten KMPFSPRT mit ihrer 2012er EP "Das ist doch kein Name für eine Band" auf sich aufmerksam und brachten einiges Getöse in die Szene. Dass die Platte für einigen Wirbel sorgte, kommt nicht von ungefähr, denn die Band besteht zu Teilen aus Mitgliedern der leider nicht mehr existenten Bands Fire In The Attic sowie Days In Grief. Das Handwerk ist also gelernt, mittlerweile wird auf Deutsch gesungen und bald folgt das Debütalbum. Wir sind ein bisschen gespannt.




KILL ALL THE SEXY PEOPLE + CONJOINED TWIN OCTOPUS

Premiere. Wir hatten unglaublich Bock sowohl Kill All The Sexy People als auch Conjoined Twin Octopus mal wieder auf unserer Bühne zu sehen. Damit aber noch ein bisschen mehr Spannung in die ganze Sache reinkommt, haben wir den Jungs folgende Aufgabe gestellt: Ihr teilt euch eine Bühne. Richtig, ein gemeinsamer Gig. Zur besten Sendezeit. Was genau die Jungs auf der Bühne veranstalten (Theater, Boxkampf, Live-Sex-Show oder gar Musik), ist uns ziemlich egal, denn eins ist sicher: Wenn diese zehn Chaoten ein gemeinsames Programm auf die Beine stellen, ist Unterhaltung garantiert.




DIE NERVEN

Was soll man bloß über diese Band sagen? Die Nerven kommen irgendwo aus der Nähe von Stuttgart, sind drei Leute und haben diese klassische "Schlagzeug, Bass und Gitarre"-Besetzung. Das war es dann aber auch schon. Der Rest kann nicht erzählt werden, der Rest muss erlebt werden. So viel sei verraten: Es wird intensiv, es wird roh, es wird ätzend, es wird wehtun. Und: Es wird super.




TORPUS & THE ART DIRECTORS

Ein paar Kilometer weiter südlich schreit man "Husum, verdammt" und in Niebüll, ja in Niebüll wird sich erst noch mal umgedreht und nach zwei, drei Mal Schlummertaste so langsam der erste Kaffee aufgesetzt. "Norddeutsche Gelassenheit" nennt man das und genau diese tragen Torpus & The Art Directors hinaus in die Welt. Der wunderbare Folkpop des Quintetts bereicherte bereits Kneipen, Wohnzimmer, Scheunen, Weihnachtsmärkte, ja sogar Waschsalons. Und nun glücklicherweise auch geschmackssichere Festivalbühnen wie die unsere.




ANNISOKAY

Ebenso wie ihre Kollegen von His Statue Falls sind ANNISOKAY nicht nur in Deutschland eine feste Größe in der Hardcore-Szene, sondern auch weit über Landesgrenzen hinaus. Und weit meint in diesem Fall sehr weit: Japan nämlich. Dort haben die fünf Jungs aus Halle grade ihr Debüt-Album aus dem Jahre 2012 veröffentlicht und stoßen auf durchweg positive Resonanz. An oberster Stelle stehen aber immer noch die hiesigen Fans und deshalb gehen ANNISOKAY ab Ende Juli auch auf erste eigene Headliner-Tour quer durch die Republik. Und wo kann man eine erfolgreiche Tour besser abschließen als in Kummerfeld? Eben.




ARTIFICIAL BROTHERS

Man merkt immer wieder, dass unsere dänischen Nachbarn ganz besonderen Wert auf Kulturförderung legen. Somit ist nicht nur die räumliche Nähe, sondern insbesondere die musikalische Qualität der Grund dafür, dass wir mit Artificial Brothers erneut eine Band aus dem Königreich bei uns begrüßen dürfen. Die fünf Jungs sind zwar bisher nicht weit über die dänischen Grenzen hinaus bekannt, aber wenn es nach uns geht, muss sich das schleunigst ändern. Gut 2.000 neue Fans wird sich das Quintett aus Thisted mit Sichereheit auf unserem Festival erspielen.




HURRICANE DEAN

Es gibt Bands, die beherrschen die Kunst, den Hörer immer wieder zu überraschen. Hurricane Dean schaffen es genau immer dann mit den Hörgewohnheiten zu brechen, wenn man denkt: Ha, jetzt weiß ich wie der Song weitergeht! Aber genau dann setzt auf dem gutgelaunten Instrumental dieser nachdenkliche Gesang ein und man ist hin und weg. Bright wave nennen die Jungs aus Ostfriesland ihre Soundmixtur aus Indie und New Wave. Und wer auch nur einen Song der Band gehört hat, weiß sofort, dass ein selbsterfundenes Genre selten so sehr Sinn gemacht hat.




WE ARE STEREOKID

Die Songs der fünf Hamburger handeln von den bekannten Problemen des Erwachsenwerdens, den inneren Konflikten mit sich selbst und der Frage, die sich jeder irgendwann im Leben mal stellt: Wieso mache ich das hier alles überhaupt? Klingt total depressiv, ist es aber keineswegs. Das Debütalbum von We Are Stereokid steht in den Startlöchern und fordert ungefragt zum Tanzen und Mitsingen auf. Auch live weiß die Band von sich zu überzeugen und wird sicherlich nicht nur das eine oder andere Teenie-Herz zum Hüpfen bringen.

 




WOHNRAUMHELDEN

Was haben wir letztes Jahr für einen Anschiss von euch bekommen! Was uns denn einfallen würde? Ein Ackerfestival ohne Wohnraumhelden? Ob wir noch richtig ticken? Wir haben den Schlag mit dem Zaunpfahl ins Gesicht verstanden und verkünden hiermit: 2013 sind die beiden Jungs wieder am Start. Mit Ape, mit Fleischsalat, mit allem drum und dran. Das habt ihr jetzt davon. Und nun alle: Fleischsalaaaaaaat.







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